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Zeolith Trocknung beim Geschirrspüler – Was ist das?

Seit einigen Jahren sind die ersten Geschirrspüler mit Zeolith Trocknung auf dem Markt. Als eine Entwicklung der BSH Hausgeräte GmbH, ein Tochterunternehmen der Bosch-Gruppe, ist sie mittlerweile in unterschiedlichen Geräten der BSH-Marken verbaut. Darunter fallen Bosch, Constructa, Neff und Siemens.

Obwohl seit der Einführung bereits einige Jahre vergangen sind, ist der Begriff Zeolith Trocknung vielen Verbrauchern weiterhin unbekannt. Wer sich allerdings einen neuen Geschirrspüler anschaffen möchte, sollte diesen Begriff jedoch im Hinterkopf behalten, denn ein Geschirrspüler mit Zeolith-Trocknung kommt mit unterschiedlichen Vorteilen für den Verbraucher daher.

Geschirrspüler nach Zeolith Trocknung © depositphotos.com

Geschirrspüler nach Zeolith Trocknung © depositphotos.com

Was ist Zeolith-Trocknung und wie funktioniert sie im Geschirrspüler?

Zeolith ist ein Mineral, dass sowohl natürlich vorkommt als auch synthetisch hergestellt werden kann. Prinzipiell ist es im Vulkangestein zu finden. Dieses natürliche Vorkommen wird jedoch nicht erschöpft, um es im Geschirrspüler zu verbauen. Stattdessen wird hier auf die synthetische Variante gesetzt, nämlich Zeolith auf Sand-Basis.

  • Dieses wird zu kleinen Kugeln geformt und in dem Geschirrspüler platziert. Rund 1 Kilogramm befindet sich dabei hinter einem Gitter aus Edelstahl, dass entweder am Boden des Geschirrspülers oder in dessen Tür platziert ist.
  • Diese Menge an Zeolith kann aufgrund seiner kristallinen Struktur rund 40 Prozent seines Trockengewichtes an Wasser aufnehmen, also rund 400 Milliliter. Allerdings ist das nicht alles, was Zeolith kann.
  • Während der Adsorption wird gleichzeitig Energie freigesetzt, wodurch sich das Granulat auf rund 235 Grad Celsius erwärmt. Diese Wärme wird anschließend in den Innenraum des Geschirrspülers zurückgeführt.
  • Diese warme und trockene Luft wird anschließend an den Spülgang dazu verwendet, die Restfeuchte von Geschirr und Besteck aufzunehmen.
  • Die Luft bleibt dabei mittels eines kleinen Ventilators ständig in Bewegung. Diese bewegte Luft sowie die hohe Temperatur kann mit einem herkömmlichen Geschirrspüler nicht erreicht werden. Denn die herkömmliche Heiztechnik setzt auf rund 35 Grad Celsius.
  • Nachdem das Spülprogramm durchgelaufen ist, verbleibt das angezogene Wasser im Granulat.
  • Beim nächsten Spülgang wird es per Desorption, also als feuchte Luft, wieder freigegeben.
  • Um das zu ermöglichen, werden die Zeolithen zu Beginn des Programmes erhitzt. Anschließend wird das Geschirr auf die herkömmliche Art und Weise gereinigt.
  • Im Geschirrspüler mit Zeolith trocknet das Geschirr also effektiver und energiesparender. Dampf, Wasserflecken und heißes Porzellan gehören damit der Vergangenheit an.
  • Anders als die günstigere Methode der Heizspirale trocknet der Geschirrspüler mit Zeolith per Sorption.

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Welche Vor- und Nachteile bietet die Zeolith-Trocknung?

Die Zeolith-Trocknung im Geschirrspüler ist noch immer eine innovative Technologie. Während sie aktuell in wenigen Geschirrspülern verbaut ist, bringt sie unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich, die vor dem Kauf eines solchen Gerätes gegeneinander abgewogen werden sollten.

Vorteile:

  • Das umweltfreundliche Mineral Zeolith macht das Trocknen des Geschirrs deutlich energieeffizienter, als es bei herkömmlichen Geschirrspülern möglich ist.
  • Der Geschirrspüler kann nach Abschluss des Programmes geöffnet werden. Dabei kommt es weder zu Dampf noch kochend heißem Geschirr.
  • Da es zu keiner Dampfbildung kommt, werden gleichfalls die Küchenmöbel geschützt. Denn dieser könnte in das Mobiliar einziehen und es somit aufquellen lassen. Auch der Metallstreifen unter der Arbeitsplatte stellt auf lange Sicht keinen zuverlässigen Schutz dar.
  • Die Zeolith-Kugeln haben kein Verfallsdatum. Deshalb müssen sie nicht ausgetauscht werden – sie trocknen, solange der Geschirrspüler funktioniert.
  • Das Geschirr wird schnell und energieeffizient getrocknet. Laut BSH sorgt die Zeolith-Technik für Einsparungen von 20 Prozent, vergleichen mit herkömmlichen Methoden.

Nachteile:

  • Modelle mit Zeolith Trocknung sind teurer als solche, die über eine Heizspirale verfügen. Das liegt unter anderem daran, dass die Herstellung teurer ist als das Einbauen einer Heizspirale.
  • Das Trocknen des Geschirrs dauert deutlich länger. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, ob auch die Schnellprogramme auf diese energiesparende Option setzen. In manchen Fällen kommen hier nämlich andere Techniken zum Einsatz, die deutlich mehr Energie verbrauchen.

Wie sollte die Trocknung beim Kauf beachtet werden?

Beim Kauf eines Zeolith-fähigen Geschirrspülers sollte vor allem auf die Schnellprogramme geachtet werden.

Denn während sich die normalen Spülgänge durch ihre Energieeffizienz auszeichnen, können die Schnellprogramme auf weniger energiesparende Varianten zurückgreifen. Das liegt daran, dass die Trocknung per Zeolith länger dauert, als die Trocknung per Heizspirale. Ist das Schnellprogramm also bereits nach 40 Minuten durchgelaufen, dann kann davon ausgegangen werden, dass hier eine andere Art der Trocknung eingesetzt wird.

In vielen Fällen bewerben die Hersteller den Einsatz der Zeolith Trocknung. Denn dieser spart Energie und bringt unterschiedliche Vorteile mit sich.

Allerdings ist auch bei den Geräten mit eingebauter Zeolith-Technik keine „Zeolith-Trocknung“-Taste vorhanden. Stattdessen werden meist andere Begriffe verwendet, die für den Verbraucher sofort verständlich sind. Die Bezeichnung „PerfectDry“ vom Hersteller Bosch ist eine solche Variante. Deshalb sollte beim Kauf auch auf die entsprechenden Bezeichnungen geachtet werden.

FAQ

Kann ich meinen Geschirrspüler aufrüsten, damit er die Zeolith-Trocknung integriert?

Nein. Geschirrspüler mit Zeolith Trocknung setzen auf eine andere Technologie, die der Heizspirale in vielen Punkten weit überlegen ist.

Wie finde ich einen Geschirrspüler mit Zeolith-Trocknung?

In vielen Fällen wird die Zeolith-Trocknung nicht als solche bezeichnet. Bei Bosch beispielsweise wird der Begriff PerfectDry verwendet. Wichtig dabei ist, dass der Trockenprozess ohne Heizspirale auskommt. Ist das der Fall, wird der Hersteller in der Beschreibung seines Gerätes Wert darauf legen, es gesondert zu erwähnen. Denn damit steigt die Energieeffizienz und auch die weiteren Vorteile stellen ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Wann muss man die Zeolith-Kügelchen austauschen?

Die Zeolith-Kügelchen müssen nicht ausgetauscht werden. Sie haben kein Ablaufdatum und können mit der Kombination aus Wasser und Wärme gut umgehen. Damit hält sich das Zeolith, bis der Geschirrspüler irgendwann nicht mehr funktionsfähig ist.

Fazit Zeolith Trocknung

Seit 2008 gibt es die Zeolith-Trocknung. Diese moderne Art der Trocknung hält, was sie verspricht. Denn mit ihr sind weder Dampfschwaden noch schmerzhaft heißes Geschirr nach dem Öffnen des Geschirrspülers zu erwarten. Stattdessen kann der Geschirrspüler geöffnet werden, sobald das Spülprogramm beendet ist.

Teller, Tassen und insbesondere Teile aus Kunststoff können sofort ausgeräumt werden, denn sie sind nur 35 Grad warm und tatsächlich trocken. Denn anders als bei herkömmlichen Geschirrspülern wird hier nicht länger auf die Heizspirale vertraut.

Gleichzeitig ist die Trocknung mit Zeolith energieeffizienter als ihre Vorgänger. Dadurch eigenen sie sich ebenfalls hervorragend für Haushalte, bei denen entweder besonders viel Geschirr anfällt oder aber auch solche, die einen großen Wert auf die Umweltverträglichkeit solcher Großgeräte setzen.